Interview mit einem... Künstler


Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 09.03.2011 12:35
von Athena | 3.466 Beiträge

Eckard Funck



Kontakt: aquafunck@bluewin.ch
Homepage: www.aquafunck.de

Vita
Irgendwie muss ich wohl doch ein paar künstlerische Gene mehr besitzen als andere, denn bereits in der Grundschule war Zeichnen
mein absolutes Lieblingsfach. Mit 12 Jahren wünschte ich mir sehnlichst einen Ölfarbenkasten, den ich zu Weihnachten auch bekam.
Von nun an malte ich nach Postkartenvorlagen bis in die Nacht hinein. Mein kleines Zimmer stank fürchterlich nach Ölfarbe, aber
meine Werke, auf Karton gemalt, waren wichtiger. Mit dem Eintritt in das Berufsleben ließ die Euphorie zunächst
nach. Nach Lehre und mehrjähriger Berufstätigkeit in der Textilbranche eröffnete ich 1973 in Tettnang am Bodensee einen kleinen
Shop mit Modestoffen. 3 weitere Geschäfte kamen hinzu – an Malerei war in dieser Zeit nicht zu denken. Erst 1989, als ein Schulfarbenkasten mit Deckfarben zu Hause auf einem Tisch lag, begann alles aufs Neue. Nach anfänglichen Versuchen, diesmal mit den
Wasserfarben, spürte ich die gleiche Begeisterung wie vor über 30 Jahren. Ich malte nun ausschließlich Blumenmotive, als Dekoration
und Blickfang für meine Geschäfte. Warum eigentlich Blumen und keine Landschaften? Ich weiß es nicht mehr. Aber wahrscheinlich
hatte ich als Autodidakt die gleiche Angst vor der Perspektive wie heute jeder Einsteiger.

Dem ersten Verkauf eines Bildes aus dem Schaufenster heraus folgten sehr schnell Ausstellungen im regionalen Raum. 1991 erhielt
ich in Bois le Roi, bei Paris, vom französischen Kultusministerium die Goldmedaille für das beste Aquarell.
Ein weiterer Höhepunkt folgte Ostern 1994, als mit meinen Bildern, natürlich überwiegend Blumen, im Wappensaal
des Schlosses auf der InselMainau die Saison eröffnet wurde.
Mittlerweile stieß ich als Autodidakt an meine künstlerischen Grenzen. Nach einem Fortbildungskurs bei
Bernhard Vogel, Salzburg, eröffneten sich neue Perspektiven. Bisher hatte ich mich nur mit Blumen beschäftigt.
Jetzt erst wurde mir bewusst, dass die Malerei in der Natur weitaus schwieriger ist als im Atelier
nach Vorlagen. Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit der Negativmalerei, der interessanten, aber
auch sehr anspruchsvollen Technik des Aussparens im Aquarell.

1995 gab ich die ersten Malkurse. Nach den Atelierkursen begann der Aufbau meiner Malreisen.
In den schönsten Gegenden Italiens, Spaniens, Griechenlands, Istriens, der Schweiz und neuerdings auch Marrakesch/Marokko und
Kapstadt/Südafrika beschäftigen sich die Teilnehmer eine Woche lang intensiv mit dem Sehen, dem Skizzieren und freien Aquarellieren.
Seit 2002, dem Jahr meines Ausstiegs aus der unternehmerischen Tätigkeit und aus meiner Band "Route 66" nach über 20 Jahren, widme
ich mich ganz und gar der Malerei.
Heute lebe ich mit meiner Frau in Killwangen in der Schweiz, ganz in der Nähe von Zürich. In den Atelierkursen, die im eigenen Atelier
stattfinden, vermittle ich Neueinsteigern das richtige Sehen und lockere Skizzieren. Mit Fortgeschrittenen erarbeite
ich die schwierige Technik des freien Aquarellierens, d. h. ein Aquarell ohne Vorzeichnung entstehen zu lassen.


Hallo Herr Funck, ich möchte mich ganz herzlich im Namen der Aquarellgasse für ihre Zusage zu einem Interview bedanken.
Uns hat es sehr gefreut, mit Ihnen in Kontakt treten zu dürfen, für die Zukunft wünschen wir alles Gute.
Nun aber viel Spaß beim Interview.


1) Herr Funck, ich hoffe Sie haben nichts dagegen, wenn ich mich gleich als ein Fan Ihrer Bilder bekenne und Ihnen damit meine Begeisterung über ihren Stil ausspreche. Apropos Stil! Wie sind Sie zu Ihrem gelangt, war es ein weiter Weg?
Ich freue mich, dass Ihnen meine Bilder gefallen. Ob es ein eigener Stil ist, kann ich nicht beurteilen. Das sehen andere besser. Einen Malstil kann man nicht suchen oder ihn erarbeiten, er stellt sich im Laufe der Zeit ein wie eine Handschrift. Ihre Persönlichkeit ist auch nicht nach einem Muster gestrickt, sondern hat sich entwickelt, ohne bewusstes Steuern.

2) Ihre Bilder fallen mir besonders durch Ihre fantasievollen Motive und Farben ins Auge, ein Freund der Negativmalerei sind Sie auch. Bitte erzählen Sie uns doch, wie ein Bild bei Ihnen entsteht. Wie fangen Sie an und wann ist für Sie ein Bild endgültig fertig? Es stimmt, ich bevorzuge die Negativmalerei, um dadurch dem Bild mehr Tiefe zu geben. Außerdem erreiche ich damit einen "eye-catcher", den Blickfang, also das Hervorheben eines Schwerpunktes. Vergleichen Sie 2 Schaufenster. Eines ist überladen mit Gegenständen und Preisen, in dem anderen steht nur ein Gegenstand, ausgeleuchtet vor einem dunklen Hintergrund. Sie werden automatisch davon angezogen, auch wenn der Gegenstand Sie nicht interessiert. So sollte es auch beim Bild sein.

Grundsätzlich male ich nie vor, um mich nicht den vorgegebenen Linien zu unterwerfen. Ich bin der Meinung, dass sich ein Bild während des Malprozesses entwickeln muss. Korrekturen, wie Auswaschen gibt es bei mir nicht. Wenn ich korrigieren muss, dann nur, indem ich etwas verändere. Ich habe kein Schema oder ein Muster wie ich anfange. Mal mit einer Grundierung oder mal mit den Umrissen einer Landschaft oder eines Hauses. Ich bin spontan und weiß am Anfang eines Bildes auch noch nicht, wie es fertig aussehen wird. Lediglich die Farbgestaltung steht fest. Um ein Bild abzuschließen, muss man einfach aufhören und sich sagen, es ist fertig. Sonst malt man immer weiter, bis es zugemalt ist. Kommt auch bei mir öfter vor.

Als reiner Purist verzichte ich auf jegliche Hilfsmittel, um nicht Gefahr zu laufen künstlich und überladen zu wirken. Ich möchte mein Handwerk beherrschen und jeden Einfluss von außen vermeiden.

Dies war auch mit ein Grund, weshalb ich als Leadsänger und Gitarrist unserer Band "Route 66" nach über 20 Jahren ausgestiegen bin. Es hatte mir viel Spaß gemacht, zwar mit Verstärker aber sonst ohne Hilfsmittel, nur mit 3 Gitarren, Bass und Schlagzeug und vier Stimmen die Dire Straits, Eagles, Eric Clapton oder Santana zu covern. Es gab Fernsehauftritte, eine Livestunde im Radio und auch eine CD wurde produziert. Aber als dann das Repertoire zu kommerziell und mit Synthesizer verstärkt wurde, entsprach diese Art der Musik nicht mehr meinen Vorstellungen. Im Aquarell würde dies bedeuten mit Rubbelkrepp oder Salz oder was es sonst noch gibt, zu arbeiten. Hier stehe ich vielleicht ziemlich alleine da mit meiner Meinung, aber diese Einstellung entspricht eher meiner Auffassung der klassischen Malerei. In der Musik würde man sagen "unplugged". Vielleicht ist das auch zutreffend für meinen Malstil.

3) Eins meiner bevorzugten Bilder, die ich von Ihnen kenne, ist das mit dem Titel "Herbst auf der Mainau".
Neben den tollen Farbverläufen und den Effekten in der Baumkrone, würde es mich sehr interessieren, wie Sie auf das Motiv kamen.
Was spielt bei der Umsetzung eines Motivs für Sie eine besonders große Rolle?

Das Motiv "Herbst auf der Mainau" war eines von vielen Mainau-Motiven, die lange Zeit als Drucke im Schloss auf der Mainau verkauft wurden. Es wurde ganz gezielt bei einem Besuch auf der Mainau ausgesucht. Bei der Umsetzung des Motives versuche ich dem Bild etwas Eigenständiges zu geben. Dabei lasse ich mich nicht von den vorgegebenen Formen und Farben der Natur beeinflussen. Ich kann noch nicht einmal sagen, ob es eine Herbststimmung war. Wenn ich mich immer nach den natürlichen Farben richte, also blauer Himmer, blaues Wasser, grüne Wiesen, grüne Blätter, sieht ja jedes Bild gleich aus. Das möchte ich vermeiden und suche mir eigene Farben, die ganz spontan ohne Regeln verwendet werden. Wenn ich dieses Motiv noch einmal malen würde, käme vielleicht eine Blau/Grün Stimmung heraus.

4) Sie hatten mir von einer Malreise nach Kapstadt erzählt, ein sehr ungewöhnliches Ziel, wo man doch oft "Toskana", "Provence" oder "Venedig" hört, wie ist es denn für Sie und die Teilnehmer gelaufen? Können Sie uns von einem Maltag in Kapstadt berichten? Es gab keine normalen Abläufe, wie wir es sonst von den Malreisen gewohnt waren.
Uns standen 10 Tage zur Verfügung, die aus Malen und Freizeit bestanden. Die Motive hatte ich eine Woche vorher bereits erarbeitet und standen fest. Wir mussten aber fast täglich je nach Wetterlage improvisieren. Die Sonne schien zwar immer bei 25 - 28 Grad, aber der heftige Wind machte uns zum Teil sehr zu schaffen. Außerdem konnten wir uns pro Tag immer nur ein Motiv vornehmen, weil die Entfernungen zu den Motiven einfach zu groß waren. Wir wollten ja nicht nur am Ort bleiben, sondern auch etwas erleben und fuhren mit 2 Autos (im Linksverkehr!!) während dieser Zeit fast 1000 km, um zu den Pinguinkolonien zu gelangen oder zu den Winelands nach Stellenbosch zu fahren oder um eine Tagessafari zu den Big 5 mitzumachen. Die Malutensilien waren immer im Auto, so dass wir jederzeit die Möglichkeit hatten zu malen, wann wir Lust hatten.

Wenn alle Fotos gesichtet sind erscheint auf YouTube eine Fotoshow mit den malerischen Ergebnissen. Nach Marrakesch war dies die zweite exotische Reise.

5) Malen im Freien, live vor Ort, die Eindrücke zählen, ich persönlich stelle mir angesichts der vielen Geschehnisse um mich herum, Startschwierigkeiten vor. Mit welchen Problemen kämpfen Ihre Schützlinge am meisten, wenn es denn welche gibt?
Es gibt immer Probleme, da haben Sie wohl Recht. An interessanten Plätzen ist man immer mit Zuschauern konfrontiert. Wer öfter draußen gemalt hat, wird das ignorieren und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Aber Anfänger tun sich da schon schwerer. Dann ist es meine Aufgabe, dass man sich nicht davon beeinflussen lässt. Außerdem bereitet das dreidimensionale Sehen Schwierigkeiten. Bei einer Fotovorlage sehen Sie wie Linien verlaufen, im Freien unterliegen wir manchmal optischen Täuschungen. Grundsätzlich wird jeder individuell betreut, da heisst, mit Neulingen fange ich ganz von vorne an, nämlich mit dem Sehen und das Gesehene zunächst einmal richtig als Skizze zu übernehmen. Das sind bei jedem die größten Schwierigkeiten, wenn man im Freien malt. In meinem Buch "Richtig Sehen und locker Skizzieren" wird dieses Thema eingehend beschrieben. Sobald die Perspektiven erfasst sind, stellt sich dann auch eine Selbstsicherheit ein. Grundsätzlich sollte jeder einmal vor Ort gemalt haben, um auch die Unsicherheit der Pinselführung zu verlieren.

6) Herr Funck, Sie geben unter anderem 4 und 5 tägige Seminare bei boesner in der Schweiz, bekommen wir in Deutschland auch mal so eine Kostprobe? Wird es eine Gelegenheit geben, Sie live malen zu sehen?
Die Seminare in der Schweiz sind aus Tagesworkshops in den 3 boesner Filialen hervorgegangen. Nach dem großen Erfolg dieser workshops- es kamen an den 3 Tagen 165 Teilnehmer - wurden dann die 4 und 5tägigen Seminare festgelegt.
Wenn boesner Deutschland auf mich zukommt und Zeit bleibt, kann man auch darüber reden. Aber viel einfacher wäre es doch, bei mir einen Atelierkurs zu belegen. Zürich liegt nur 16 km entfernt oder ist immer eine Reise wert.

7) Eine Frage speziell zu Ihren Kursen. Was macht Ihnen besonders viel Spaß daran oder welche Dinge erscheinen Ihnen besonders prägend?
Mir macht es einfach Spaß, mit Menschen umzugehen und zu sehen, wie nach einem Skizzenwochenende oder nach 4 Tagen im Atelier die Teilnehmer mit neuen Eindrücken nach Hause gehen. Wenn Personen, die noch nie gezeichnet oder gemalt haben, am Ende des Kurses einen neuen Kurs buchen oder sich dann für eine Malreise entscheiden, ist für mich das größte Erfolgerlebnis. Dann weiß ich, dass ich etwas vermittelt habe. Das wichtigste allerdings im Kurs ist der Humor. Gute Laune und Lachen brechen die Hemmschwelle und Unsicherheit. Wer über sich und seine Fehlversuche lachen kann, ist allen einen Schritt voraus und zeigt Selbstbewusstsein und Stärke. Diese Lockerheit überträgt sich auf die Pinselführung und auf die Farbgestaltung. Es wird intensiv gearbeitet, aber das Lachen während des Kurses darf einfach nicht fehlen. Und erst dann macht es mir auch Spaß. Gerade das Erlebnis, zu sehen, dass ich innerhalb von ein paar Tagen etwas bewirken kann, gibt mir mehr als jede Ausstellung. Die Anerkennung hole ich mir nicht von verkauften Bildern, sondern von meinen Wiederholungstätern, die seit Jahren immer wieder kommen und sich dadurch auch freundschaftliche Beziehungen aufgebaut haben.

8) Mir hat Ihr Einsatz und das Video in "Kinder lernen Skizzieren" sehr gut gefallen. Der Unterschied zwischen großen und kleinen Künstlern muss sicherspannend sein. Wie entstand diese Idee mit Kindern zu malen und zeichnen?
Ganz spontan. Es waren Kinder aus der Nachbarschaft, die ich ganz kurzfristig zu einem Malvormittag eingeladen hatte.
Wir hatten viel Spaß dabei, und wie man in dem Video sieht, ist auch etwas dabei rausgekommen. Die Kinder bekamen das gleiche Motiv, das ich mit den Erwachsenen erarbeite. Nur gab es hier keine Blockaden oder Hemmungen etwas falsch zu machen, sondern es wurde einfach drauflosgemalt. Das fehlt leider bei den meisten Erwachsenen, weil wir so erzogen worden sind, keine Fehler zu machen. Und das darf man bei mir, nur daraus kann man lernen.
Vom Elternverein folgten dann noch weitere Kurse über 2 Tage, die natürlich intensiver waren. Die mussten dann mit musikalischer Einlage von mir und einer Menge Gummibärchen aufgelockert werden.

9) Haben Sie eine persönliche Inspirationsquelle?
Wovon inspirieren? Nein, ich suche die Motive eigentlich immer nur für meine Malkurse oder auf Malreisen aus. Dabei achte ich besonders darauf, dass unterschiedliche Sujets zur Verfügung stehen. Mal eine Ansicht von unten, mal von oben, eine Gasse, eine Landschaft, Boote usw. Motive gibt es überall, man muss nur die Augen offen halten und den Blick dafür haben.

Zu Hause in meinem Atelier komme ich kaum zum malen, weil mir einfach zu wenig Zeit bleibt. Mal liegt ein Interview an ;-), dann die Vorbereitungen für die Malreisen, die Zusammenstellung des Kalenders und demnächst wieder ein neues Buch mit dem Thema " Freies Aquarellieren ohne Vorzeichnung" und viele administrative Dinge mehr. Wie so ein Aquarell entsteht

sehen Sie in meiner Homepage unter www.aquafunck.de MALKURSE, Film 1 und 2.

10) Mit wem würden Sie gerne mal zusammen malen oder ausstellen?
Habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ausstellungen interessieren micht nicht so sehr. Das ist immer mit viel Arbeit verbunden. Man muss teilweise präsent sein und oberflächliche Small Talks führen. Das liegt mir nicht so.

Ich liebe intensive Gespräche und möchte etwas bewegen.


"Herbst auf der Mainau"











Zitat: "Die Dinge sind hier nicht immer das, was sie zu sein scheinen." *grins*

Semper Fi :-)

zuletzt bearbeitet 06.10.2011 12:09 | nach oben springen

RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 10.03.2011 15:16
von Morticia | 487 Beiträge

Vielen Dank für das sehr interessante Interview, ich finde es immer wieder Spannend zu sehen/lesen, wie weit man als Autodidakt kommen kann.


"Erst sollte man die Regeln kennen, bevor man sie bricht!"

lg
Morti

zuletzt bearbeitet 10.03.2011 15:17 | nach oben springen

RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 10.03.2011 18:30
von Athena | 3.466 Beiträge

Zitat von
6) Herr Funck, Sie geben unter anderem 4 und 5 tägige Seminare bei boesner in der Schweiz, bekommen wir in Deutschland auch mal so eine Kostprobe? Wird es eine Gelegenheit geben, Sie live malen zu sehen?
Die Seminare in der Schweiz sind aus Tagesworkshops in den 3 boesner Filialen hervorgegangen. Nach dem großen Erfolg dieser workshops- es kamen an den 3 Tagen 165 Teilnehmer - wurden dann die 4 und 5tägigen Seminare festgelegt.
Wenn boesner Deutschland auf mich zukommt und Zeit bleibt, kann man auch darüber reden. Aber viel einfacher wäre es doch, bei mir einen Atelierkurs zu belegen. Zürich liegt nur 16 km entfernt oder ist immer eine Reise wert.


Vielen Dank noch mal für das super Interview. Leider ist mir eine Malreise oft aus finanziellen Gründen nicht möglich, aber wenn Du mal in Deutschland bist, am besten in Niedersachsen...*lach*...dann sag uns bitte bescheid. Ich komme dann gerne auf einen Kurs vorbei. Die Reise nach Kapstadt habe ich mit einen schmunzeln gelesen. Klingt nach einer anstrengenden Tour. Kamst Du selbst auch zum malen?


Zitat: "Die Dinge sind hier nicht immer das, was sie zu sein scheinen." *grins*

Semper Fi :-)

zuletzt bearbeitet 10.03.2011 18:33 | nach oben springen

RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 10.03.2011 22:04
von otto • ( Gast )
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Hallo Herr Funck, ich habe auch mal ein paar Fragen an Sie.

Wie sehen Sie das Ausdrucksmittel Aquarell in der aktuellen bildenden Kunst und woran liegt es Ihres Erachtens, dass keine Aquarelllisten zur Dokumenta eingeladen werden.

Zudem würde mich interssieren, ob für Sie Anachronismus ein Thema der Auseinandersetzung ist, bzw. wo Sie persönlich ihre Grenze ziehen.


Liebe Grüße von hier,
Otto.

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 11.03.2011 09:56
von niwi | 1.325 Beiträge

Hallo Herr Funck,

ich möchte mich ganz herzlich für Ihr Interview in der Aquarellgasse bedanken. Ich habe es mit großer Freude gelesen.
Ihr Buch,"Richtig Sehen & locker Skizzieren" habe ich mir übrigens auch besorgt und konnte schon einige nützliche Tipps daraus für mich ziehen.

Was ich sehr interessant finde, ist, das Sie nicht soviel Interesse an Ausstellungen haben, wenn ich das richtig gelesen habe.
Wie machen Sie denn dann Ihre neusten Werke bekannt, nur über Galeristen oder ihre Internetseite?
Oder sind sie Allgemein mehr daran interessiert sich über Bücher und Malreisen bekannter zu machen?


zuletzt bearbeitet 11.03.2011 09:56 | nach oben springen

RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 11.03.2011 16:48
von birdy | 856 Beiträge

herzlichen dank für das interessante interview!
obwohl sich mein eigener malstil von ihrem stark unterscheidet entdecke ich viele motive die mir zusagen und teilweise in meiner "lieblings-motivauswahl" sind.

besonders freut es mich wenn jemand den standpunkt vertritt, dass schöne und gute motive überall zu finden sind. allzuoft verlässt man sich auf bekanntes und sucht vergeblich nach vergleichbarem oder sucht verzweifelt nach fotos die dem aquarell nahe kommen. erst kürzlich entdeckte ich bei einem bürgermeisterhaus eines dorfmuseums die rückseite des hofs als schöneres motiv als die vorderseite.

selbst autodidakt, wenn auch beruflich mit designausbildung, freue ich mich immer die meinung und den werdegang anderer zu sehen bzw. zu lesen.

lg aus wien

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 12.03.2011 10:37
von Eveline | 563 Beiträge

Hallo Eckard,
dein Interview zu lesen heute morgen war für mich der Muntermacher! Vor allem fasziniert mich dein malerischer Werdegang. Deine leuchtenden, aussagekräftigen Bilder gefallen mir sehr und ich freue mich immer wieder, Werke von dir zu sehen.
Meinen bei dir geplanten Kurs muss ich leider verschieben, da wir uns entschlossen haben, unseren Küchen-/Wohnzimmerboden neu zu gestalten. Also werde ich in nächster Zeit keine Zeit haben, den Pinsel zu schwingen! Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!!!
Liebe Grüsse
Eveline

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 12.03.2011 13:44
von FRank | 621 Beiträge

Hallo Herr Funck,
danke für das Interview - es ist immer interessant von anderen Aquarellisten zu lesen. Viel Spaß und insbesondere noch viele junge Malschüler.
Beste Grüße von der Ostsee

Frank Koebsch

P.S. Wann sind Sie mal wieder im Norden ?


Beste Grüße - Frank
http://frankkoebsch.wordpress.com/

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 10:20
von aquafunck • ( Gast )
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Natürlich haben wir auch fleißig. 9 Moitive haben wir erarbeitet. Demnächst wird auch eine Videoshow dieser Reise mit den malerischen Ergebnissen auf YouTube zu sehen sein.

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 10:29
von aquafunck • 6 Beiträge

Hallo Otto,

das Aquarell hat leider nicht den Stellenwert in der heutigen Zeit, den es haben sollte. Es ist die schwierigste Diszplin in der Malerei, die leider auch von Galeristen nicht in dem Maße gefördert wird. Die Ausdrucksweise ist beim Aquarell nun mal etwas eingeschränkt, so dass auch keine revolutionären Dinge erwartet werden können. Deshalb ist auch die Dokumenta dafür nicht geeignet. Was den Anachronismus betrifft, so kann ich nur von mir behaupten, dass es mir völlig egal ist, ob zeitgemäß oder nicht. Ich male nicht, weil es irgendeinen Trend gibt, sondern weil mich das Aquarell herausfordert. Und daran habe ich Spaß. Grüße Eckard

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 10:45
von aquafunck • 6 Beiträge

muss natürlich heißen: fleißig gemalt!!

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 10:56
von aquafunck • 6 Beiträge

Natürlich bin ich auch an Ausstellungen interessiert, aber ich suche sie nicht vordergründig. Das Internet ist heute ein gutes Medium um seine Arbeiten überregional bekannt zu machen.
Außerdem gibt es ja noch Verlage, die meine Motive im Programm führen. Der Korsch Verlag verkauft seit 14 Jahren den Kalender "Landschaft in Aquarell" europaweit. Andere Verlage bringen meine Motive auf Grußkarten und Tragetaschen. Für den Osten Europas hat ein slowakischer Verlag meine Motive als Kalender im Programm.
Dann ist ja auch noch mein Buch vom Frech Verlag. Und wenn noch zwei weitere demnächst erscheinen, reicht es durchaus mit der PR.
Grüße
Eckard

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 10:58
von aquafunck • 6 Beiträge

Hallo Frank,
ich würde liebend gerne wieder Kurse auf Rügen oder in Prerow auf dem Darß geben, aber 12 Stunden Fahrt von Zürich bis in den hohen Norden sind einfach zuviel.
Hat mir aber immer sehr sehr gut gefallen.
Grüße
Eckard

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 11:01
von aquafunck • 6 Beiträge

Hallo Eveline,
die Wohnqualität geht natürlich vor. Ich habe auch nicht vor, von hier wegzuziehen. Ich würde mich freuen, irgendwann mal wieder mit dir zu malen.
Lieben Gruß
Eckard

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RE: Eckard Funck

in Interview mit einem... Künstler 15.03.2011 12:10
von Günther | 510 Beiträge

Hallo Eckard,
sehr interessantes Interview.
Mich würde interessieren auf welchem Papier und Format Du bevorzugt arbeitest?
Einige Videos von Dir habe ich gesehen und sie haben mir sehr gut gefallen.
Diese Videos (Aquarellieren ohne Vorzeichnung) haben mich animiert ein eigenes Video zu diesem Thema zu veröffentlichen.
Allerdings ist es mir nicht so professionell gelungen. Ich lerne noch mit der Kamera und dem Schneiden eines Videos
umzugehen. Was hast Du da für Erfahrungen?
Gruß Günther


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