Zitat von conny
Heutzutage ist es praktisch unmöglich ein ruhiges Plätzchen ohne Leute zu finden. Mir fällt auf, dass es im Gegensatz zu früher, überall von Menschmassen wimmelt. Für mich ist das oftmals ein zuviel des Guten und ausserdem viel zu laut.
Es ist schwierig zu beschreiben, was ich empfinde, wenn ich ein Aquarell mit Menschen vor mir habe.
Es wirkt auf mich laut, unruhig und stört mich beim Betreten des Bildes. Ich fühle mich in die Realität zurückversetzt. Und jede Möglichkeit in eine Fantasiewelt, die geheimnisvoll, faszinierend und erfüllend ist, wird mir dadurch verunmöglicht.
Ganz meine Gedanken!
Ich fahre allerdings zweigleisig ;-))
Ich verstehe nicht immer, warum manche Künstler Alltagsszenen wie z.b. Stadtlandschaften möglichst realistisch rüberbringen möchten, ohne die eigene Fantasie dabei zu beanspruchen. Natürlich ist der Erkennungswert höher, wenn ich z.b. das Brandenburger Tor in Farbe und Motiv so detailgetreu wie möglich rüberbringe, aber in Realität pur? Ich bewundere Künstler wie Keiko Tanabe und viele andere, doch sind das meist Bilder, die meine Fantasie anregen und wenig Realität an sich haben.
Bei Keiko liebe ich z.b. die Tempelbilder, die Mönche in ihren Gewändern und den geheimnisvollen Flair, der von den alten Bauwerken ausgeht, diese Dinge sind für mich wie ein Ventil zur Fantasie, auch wenn Menschen darin vorkommen.
Die Mönche allerdings sind für mich etwas anderes, als ein hektischer Stadtmensch. Und noch mal etwas ganz anderes, sind die Massen von Menschen, die oft bei Stadtmotiven gemalt werden.
Möchte ich da wirklich sein? Ehrlich? In einer Welt, in der Stress und Karriere eine große Rolle spielt?
Nein, Danke!
Nach einen Besuch in Berlin merke ich jedesmal, wie harmonisch es doch hier auf dem Land ist *lach*
Ich male ganz klar um meine Fantasie auszuleben. ;-))
Um noch ein Beispiel zu nennen.
Albrecht zaubert für mich ganz tolle Motive, die beides haben, Fantasie und Realität. Von keinem zuviel oder zu wenig.
Aber so hat jeder seine eigenen Ideale. Jemand sagte mal.."Ideale sind wie Sterne - man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren."