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Ich bewundere jeden, der das Medium Aquarell so perfekt einsetzen kann, dass man manchmal glaubt, man hätte es mit einem Foto zu tun.
Hallo Georg
Das ist sicherlich Geschmacksache. Meine Meinung ist die, dass man in ein Aquarell auch seine eigenen Gefühle einbringen sollte. Das heisst, was empfinde ich, wenn ich vor einem Motiv stehe. Jeder von uns wird dabei nämlich von anderen Gefühlen und Eindrücken gefesselt sein. Deshalb ist es doch schade, das Motiv fotorealistisch abzubilden. Dann mach ich doch lieber ein Foto davon.
Ausserdem sieht jeder von uns, und da bin ich mir sicher, etwas anderes im genau demselben Motiv. Also warum nicht die eigenen Empfindungen einbringen und überbetonen, was mir besonders auffällt und mich fesselt.
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dass einige "Künstler" unter dem Deckmantel "Abstrakt" ihr Unvermögen verschleiern
Ich kann dem nicht so richtig zustimmen. Ein Künstler, der Abstrakt malt, malt seine Empfindungen und drückt sich so aus. Das hat nichts mit Unvemögen zu tun. Es ist vielmehr der Drang danach, sich in seiner eigenen Sprache auszudrücken. Ausserdem ist in der Kunst alles erlaubt, was gefällt. Vor allem dem Künstler selbst sollte gefallen, was er malt, sonst ist seine Kunst nicht echt. Man sollte nicht für die anderen malen und was der Masse gefällt. Sondern mit sich selbst im Einklang stehen und ruhig auch mal experimentieren, sich auf sich selbst besinnen und aufs Papier bringen, was von innen heraus kommt.
Kunst ist immer Geschmacksache und wird es auch immer bleiben. Das ist auch gut so. Ich will niemandem zu Nahe treten, der fotorealistisches Malen bevorzugt. Trotzdem hat es für mich weitaus mehr mit Kunst zu tun, wenn man ein Motiv so malt, wie man es fühlt. Denn es ist gar nicht so einfach, seine Gefühle aufs Papier zu bringen. Manchmal malt man 10 Bilder, bis man spürt, genau das ist es. Aber es macht Spass und ist Herausforderung pur. Das Nicht Sichtbare, das Gefühlte zu Papier bringen.
Aus all diesem heraus, habe ich geschrieben, dass das Buch sich vor allem für Maler eignet, die sich vom Fotorealistischen trennen wollen. Für all die anderen ist das Buch sicher nicht das Richtige.
Lieber Gruss
Conny