Also ich finde dieses Buch total inspirierend. Es beinhaltet viele Aspekte, die mich interessieren. Das geht los bei dem Blick ins Atelier, über Gedanken darüber, was man überhaut mit seiner Arbeit ausdrücken möchte bis hin zu neuen Arbeitsweisen (malen mit Spachteln, Stempeln, neue Untergründe- nicht Aquarellpapier, sondern so eine Art Kapa, Farben mit Wasserflaschen spritzen, extrem nass malen...). Sie benutzt auch sehr viel Rubbelkrepp.
Besonders interessant ist hier das Malen auf glattem, beschichteten Papier, das die Farbe lange nicht aufsaugt, und bei dem Korrekturen auch nach Tagen problemlos möglich sind. Auch die Ermunterung zum Experimentieren mit Sand, Schaum, Tannennadeln, Spinnweben... ist super. Englisch muss man aber schon können, für dieses Buch- oder ein gutes Fremdsprachenlexikon besitzen.
Das ist genau das, was ich von einem Buch über Aquarellmalerei erwarte. Steps interessieren mich in soweit, als dass man einen Eindruck der Technik und des Ergebnisses bekommt. Ich möchte ein Bild gar nicht nachmalen können. Dafür sind die Steps in diesem Buch auch gar nicht gemacht.
Wer erwartet, dass er ein Bild von Nita Engel dann nachmalen kann, dem kann ich auch nur von diesem Buch abraten. Hierfür sind die Steps nicht ausführlich genug.Wer aber eine Vielzahl neuer Eindrücke und Ideen sucht, der ist hier richtig.
Gruß
Saskia